2191/2025 | Mehr Teilen und Mitgestalten: Nächste Schritte der Bibliothek der Dinge

Wir beantragen:

Die Verwaltung berichtet im Kulturausschuss:

  1. Wie fällt die bisherige Resonanz und Nutzung der „Bibliothek der Dinge“ aus, welche Kosten sind bisher angefallen und welche weiteren Schritte sind im
    Rahmen der Gesamtkonzeption geplant?
  2. In welcher Form konnte bereits ein MakerSpace mit 3D-Drucker in der Stadtbibliothek eingerichtet werden und welche Standortoptionen und Ausgestaltungen von MakerSpaces sind in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek geplant bzw. wären möglich?
  3. Wie wird bisher die Saatgutbibliothek von der Stadtgesellschaft angenommen, in welchen Stadtteilen konnte und kann die Stadtbibliothek „Mitmachgärten“ zum Anbau von Blühpflanzen, Obst und Gemüse anlegen und gibt es schon Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Garten-Initiativen oder der Stelle „Essbare Stadt“ beim Garten-, Friedhofs- und Forstamt?
  4. Wie und in welchem Umfang können privat gespendete Gegenstände in den Bestand der „Bibliothek der Dinge“ aufgenommen werden und wie könnte ein mögliches Verfahren zur Annahme, Prüfung, Dokumentation und Qualitätssicherung solcher Spenden ausgestaltet werden.

Begründung

Auf Antrag unserer Gruppierung PULS (GRDrs. 5052/2023) hat der Gemeinderat die Erstausstattung einer „Bibliothek der Dinge“ beschlossen. Diese konnte im Frühjahr 2025 eröffnet werden.

Nach über einem halben Jahr Betrieb zeigt sich laut Rückmeldungen und Medienberichten, dass die „Bibliothek der Dinge“ ein großer Erfolg ist: Ein erheblicher Teil des Bestandes ist dauerhaft ausgeliehen. Um weitere Entscheidungen zur konzeptionellen und finanziellen Weiterentwicklung treffen zu können, ist eine detaillierte Rückmeldung der Verwaltung zur Annahme der Bibliothek der Dinge nach fast einem Jahr Laufzeit erforderlich.

Darüber hinaus möchten wir ein Feedback der Stadtbibliothek zu möglichen zusätzlichen Angebotsbereichen einholen, insbesondere niedrigschwellige MakerSpace-Elemente wie 3D-Drucker können das Angebot an Dingen sinnvoll ergänzen und Bibliotheksnutzer*innen neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Vergleichbare Angebote werden bereits in Waldenbuch, Ludwigsburg und Ulm erfolgreich umgesetzt. Die MakerSpace der Bibliothek in Ulm umfasst neben einem 3D-Drucker u.a. eine Robotikwerkstatt, einen Schneideplotter, Lasercutter sowie eine Textilwerkstatt. Ein entsprechendes Angebot, das unter Einbezug der Nachfrage schrittweise erweitert werden kann, wäre auch in der Landeshauptstadt sinnvoll.

Viele Stadtteilbibliotheken verfügen über Außenflächen, die der Stadtgesellschaft für Mitmachgärten zur Verfügung gestellt werden können. Wir möchten der Stadtbibliothek die Möglichkeit geben, vorzustellen, inwieweit solche Gärten schon angelegt werden konnten und wie diese mit der Saatgutbibliothek verbunden werden können.

Die genannten Erweiterungen könnten die „Bibliothek der Dinge“ kreativ weiterentwickeln, neue Zielgruppen erreichen und die soziale Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen weiter stärken.