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Christoph Ozasek (Klimaliste) bezeichnete die „Stuttgarter Brückenkrise als Chance“. Er schlug vor, die Aufenthaltsqualität im Gleisbereich zu erhöhen – etwa durch eine Wanderbaumallee und Sitzbänke statt Parkplätzen.

Angestoßen hatte das Verbot die PULS-Fraktion. Bei einer Diskussion im Ausschuss für Klima und Umwelt im Herbst 2025 waren sich die Fraktionen mehr als einig, dass es das nächtliche Mähroboter-Verbot in Stuttgart braucht. Alle trugen das Ansinnen mit.

Ina Schumann zählte für die Puls-Gruppe (drei Sitze) „Prestigeprojekte, Luftschlösser und Leuchttürme“ von CDU und Grünen auf wie das beschlossene Stuttgart-Sign, 45 Millionen als Anfangsfinanzierung für eine neue Schleyerhalle, einen Zuschuss für die Wirtschaftsvereinigung, die sie als „ausgelagertes Fraktionsbüro der CDU“ bezeichnete. Ein Haushalt mit der AfD sei kein Schönheitsfehler – als den ihn CDU-Fraktionschef Kotz gegenüber unserer Zeitung bezeichnet hatte. Er trage dann „große braune Flecken“.

Auch Puls will die Wasenboje sichern. Um sie zu erhalten, schlägt Puls eine Art „Wasen-Cent“ vor. Genauer gesagt zwei Cent, die die Festwirte künftig von jeder verkauften Maß als ihren Beitrag zur Wasenboje abführen sollen. Denn ein erheblicher Teil der Einsatzsituationen stehe „im Zusammenhang mit stark alkoholisierten Besuchern“.

„Das ist nicht darstellbar, das passt nicht zum Marktplatz“, sagte Christoph Ozasek (Puls) zu dem Riesenschirm. Aber auch er ließ durchblicken: Die Debatte darüber, wie sich die Hitze auf dem Marktplatz mildern lässt, dürfte weitergehen: „Es gibt eine bessere Lösung.“

„Die Berechnungen des Stellplatzbedarfs sind Jahrzehnte alt und entsprechen nicht mehr der heutigen Wirklichkeit“, sieht Ozasek deutlichen Handlungsbedarf. […] „Wir wollen die Schillerstraße verkehrsberuhigen und den Arnulf-Klett-Platz autofrei machen. Da sind die Stellplätze auf der Südseite kontraproduktiv“, befürchtet Ozasek ausufernden Such- und Bringverkehr.“

„Trinkwasser ist die Ressource des 21. Jahrhunderts“, sagte Puls-Stadtrat Christoph Ozasek. Der jetzige Deal lasse essenzielle Fragen ungeklärt.

„Wir halten das für gut und richtig“, bekräftigt die Stadträtin Ina Schumann. Sie sei davon überzeugt, dass die Stadt nur profitiere – und ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigere: „Arbeitnehmerinnen fühlen sich dadurch wahrgenommen, ihre Zufriedenheit steigt.“ Finanziell habe das „keine großen Auswirkungen“, ist sich Schumann sicher.

Am Dienstag ruderte die Stadt nach einer juristischen Prüfung zurück. Selbst im Erfolgsfall könne mit einer Klage nicht erreicht werden, dass der Sandkopf wieder als Vorranggebiet aufgenommen wird, heißt es jetzt. Vielmehr bestehe umgekehrt die Gefahr, dass ein Gericht den gesamten Regionalplan zur Windkraft aufhebe und dann grundsätzlich überall Windräder gebaut werden könnten, was nicht im Interesse der Stadt sei. Dieser Ansicht folgten schließlich, mehr oder weniger zähneknirschend, alle Ausschussmitglieder mit Ausnahme von Christoph Ozasek (Klimaliste) und den beiden Stadträte der Linke-SÖS-Plus-Fraktion.

Thorsten Puttenat (Stadtisten) schlug die Förderung von innovativen Wohnkonzepten wie Clusterwohnungen vor.

Unter dem Strich bleiben also Kosten von 5,3 Millionen Euro, die die Stadt aus dem Haushalt stemmen muss. Das ist fast genauso viel wie das Gesamtdefizit des vergangenen Jahres. Genau aus diesem Grund lehnte die Puls-Fraktion den Antrag ab. Eigentlich seien die Finals eine großartige Veranstaltung, meinte die Puls-Stadträtin Ina Schumann. Vor ein paar Jahren hätte man dem Antrag auch noch zugestimmt. „Aber unter den aktuellen Bedingungen, wo wir bei jedem Euro fragen müssen, ob er richtig eingesetzt ist, können wir das einfach nicht mittragen.“