„Aus Not können Tugenden entstehen“ Thorsten Puttenat in seiner Rede zur Allgemeinen Aussprache

Bei der Allgemeinen Aussprache zum Doppelhaushalt 2026/2027 am 6. November 2025 sprach unser Stadtrat Thorsten Puttenat (Die Stadtisten) über die aktuellen Herausforderungen im Gemeinderat und setzte wichtige Impulse für eine konstruktive Zusammenarbeit.

Die im Amtsblatt erschienene Rede:

„Stuttgart am Wendepunkt: Mit dem Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen haben sich die finanziellen Möglichkeiten der Stadt drastisch reduziert. Damit schwindet der wichtigste Gestaltungsspielraum des Gemeinderats. Aufgrund wachsender Aufgaben durch Bund und Land entstehen den Kommunen Unterfinanzierungen. Nach dem letzten Rekordhaushalt samt Schuldenfreiheit folgt nun ein drastischer Sparkurs. Wir müssen hohe Kredite aufnehmen. Unabhängig von politischer Zugehörigkeit geht es jetzt um verantwortliches Handeln. Den Gemeinderat eint das Ziel, die Stadt stabil durch die Krise zu führen. Unsere Prioritäten bleiben klar: soziale Teilhabe, Klimaschutz, Kultur, Kinder und Jugendliche, Ältere, Menschen mit Behinderung, Geflüchtete. Und ja: gerade auch die kleineren Vereine, Initiativen und Institutionen, die diese Stadt lebendig halten. Auch wenn jeder Euro umgedreht werden muss. Statt wachsendem Frust im Rathaus müssen Politik und Verwaltung nun mehr denn je an einem Strang ziehen. Die internen Prozesse gehören aufgearbeitet – abseits politischer Inhalte. Stuttgart braucht einen neuen Umgang, um Zusammenhalt und Gestaltungswillen zu schützen und zu unterstützen. Jetzt mehr denn je. Aus Not können Tugenden entstehen – im Sinne einer resilienten, handlungsfähigen Demokratie in unserer Stadt.“

Das Video der Rede ist ab Minute 1:19:35 auf dem YouTube-Kanal der Landeshauptstadt einsehbar.