2147/2025 | Doppelhaushalt: Kostenlose Hygieneartikel an allen städtischen weiterführenden Schulen zur Verfügung stellen – Antrag des Jugendgemeinderates

Wir beantragen:

1. Die Verwaltung informiert den Gemeinderat in der 2. Lesung, welche und wie viele weiterführenden Schulen bereits Schüler*innen kostenlose Menstruationsprodukte zur Verfügung stellen und wie viele darauf bisher verzichten.

2. Der Gemeinderat beschließt in der 2. Lesung, dass alle weiterführenden Schulen verpflichtet werden, aus dem jeweiligen Schulbudget Schüler*innen kostenlose Menstruationsprodukte zur Verfügung zu stellen. Die konkrete Beschaffung, Lagerung und Verteilung sollen die jeweiligen Schulen in Eigenverantwortung vornehmen.

Begründung:

Unsere Gruppierung PULS unterstützt den Antrag des Jugendgemeinderates „Kostenlose Hygieneartikel an allen städtischen weiterführenden Schulen zur Verfügung stellen“ und beantragt, die obigen Antragspunkte in der 2. Lesung des laufenden Haushaltsverfahrens aufzurufen.

Der Zugang zu Menstruationsprodukten ist eine grundlegende Notwendigkeit, um die gleichberechtigte Teilhabe von Schüler*innen am Unterricht zu gewährleisten. Aktuell führt das Fehlen kostenloser Hygieneartikel zu folgenden Problemen:

– Bildungsbenachteiligung: Schüler*innen, die sich keine Produkte leisten können oder unvorbereitet von ihrer Periode überrascht werden, fehlen häufiger im Unterricht oder können sich nicht konzentrieren.

– Gesundheitliche Risiken: Die Verwendung ungeeigneter Alternativen (z. B. Toilet-tenpapier) kann zu Infektionen führen.

– Soziale Ungleichheit: Schüler*innen aus einkommensschwachen Haushalten sind von den Kosten und dem Mangel an Menstruationsartikeln an Schulen besonders betroffen.

Bisherige Lösungsansätze scheiterten. Den Schulen werden zwar über das Schulbudget Mittel bereitgestellt, jedoch ohne verbindliche Verwendung für Menstruationsprodukte. Einige Schulen organisieren bereits in Eigeninitiative sowohl die Hygieneartikel als auch Spenderboxen. Es ist jedoch nicht gesichert, dass diese Schulen das Angebot dauerhaft aufrechterhalten.

Wir fordern eine verlässliche, langfristige Finanzierung sowohl der Hygieneartikel als auch der Spenderboxen für alle weiterführenden städtischen Schulen. Die Verwaltung soll ein Konzept für eine unbürokratische, einfache Umsetzung des Angebots erarbeiten, das eine anonyme Verteilung auf Schultoiletten ermöglicht.