Wir fragen an:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, bereits im Zuge der Sanierung des Heslacher Tunnels im Jahr 2028, die im Entwurf des Rahmenplans „Neuer Stadtraum B14“ angedachte Umsetzung des „Südtors“ sowohl baulich/freiraumplanerisch als auch verkehrsplanerisch zu realisieren. Dabei soll das Ziel verfolgt werden, auf der Gesamtachse der Hauptstätter Straße zwischen Tunnel und Österreichischem Platz eine Reduzierung auf zwei Kfz-Fahrspuren sowie Pocketparks mit Baumbesatz umzusetzen.
2. Die hierfür erforderlichen Mittel werden von der Verwaltung beziffert und zur 1. bzw. 2. Lesung des Haushaltsplanentwurfs in einer Mitteilungsvorlage dargestellt. In diesem Zuge werden etwaige Förderwege geprüft.
Begründung:
Wie im interfraktionellen Antrag 0168/2025 ausgeführt, gilt es, die notwendige Sanierung von Ingenieursbauwerken entlang der Bundesstraßen in der Innenstadt als Chance zur Stadtreparatur zu begreifen. Der „Neue Stadtraum B14“ muss hierbei von den Rändern her realisiert werden – so hat der Gemeinderat der Verwaltung die Maßgabe des Entfalls einer Fahrspur an der Cannstatter Straße im Zuge der Tiefbaumaßnahmen auferlegt.
Im Jahr 2028 steht die Sanierung des Heslacher Tunnels an, verbunden mit langen Sperrphasen und einer großräumigen Umleitung der Verkehre. Diesen Eingriff in das Straßenverkehrsnetz gilt es zu nutzen, um auch vom Süden herkommend in die Zielplanung zum Neuen Stadtraum B14 hineinzuwachsen. Das „Südtor“ als grünes Entrée zur Innenstadt kann mit hohem Besatz an Stadtbäumen eine besondere stadtgestalterische Qualität erhalten und das lokale Klima positiv beeinflussen. Durch die Drosselung des Verkehrszustroms auf den Cityring kann eine nachhaltige städtebauliche Aufwertung erfolgen und die Revitalisierung der Erdgeschosszonen einsetzen. Eine mit der Sanierung des Heslacher Tunnels zeitgleiche Umsetzung des „Südtors“ bietet eine große Chance für die Aufwertung der Landeshauptstadt.
