Wir beantragen:
1.Die Verwaltung stellt im Verwaltungsausschuss am 03.12.2025 vergleichend dar, welche Konsequenzen aus der Umwandlung der Bismarckschule Feuerbach in eine
a) Realschule oder
b) Gemeinschaftsschule
resultieren würden.
Hierbei ist insbesondere darzustellen, wie das Kollegium der Werkrealschule in die neue Schulform der Sekundarstufe I übergehen würde und welche Konsequenzen sich hinsichtlich der etablierten Netzwerke hieraus ergeben.
2. Der Gemeinderat beschließt die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule am Standort der Werkrealschule Bismarckschule.
Begründung:
Die Ankündigung, im Zuge der Weiterentwicklung des Schulangebots der Sekundarstufe I, den Werkrealschulstandort Bismarckschule in Stuttgart-Feuerbach in eine Realschule umzuwandeln, hat Wogen geschlagen. Die Bismarckschule und das gesamte Kollegium stehen vor unerwarteten Änderungen. Würde die Umwandlung zu einer Realschule vollzogen, stünde ein Großteil des Kollegiums vor einer ungewissen Zukunft. Dabei könnte mit dem Personalkörper die seit Jahren vorangetrieben Schulentwicklung fortgesetzt und die bereits aufgebauten Kontaktnetzwerke im Stadtbezirk weitergeführt werden.
Die Entwicklung der Schülerzahlen an Realschulen sinkt ausweislich der amtlichen Schulstatistik seit 2018/2019 kontinuierlich, von 7.578 Schüler*innen auf 6.454 Schüler*innen in 2024/2025. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach der Gemeinschaftsschule im selben Zeitraum fast im selben Umfang gestiegen.
Wenn die Schüler- und Anmeldezahlen für die Schulentwicklungsplanung maßgeblich sind, so muss in diesem Sinne die Option einer Gemeinschaftsschule am Standort vollumfänglich geprüft werden. Denn beide Schulformen stellen qualitativ hochwertige Säulen im Sekundarbereich I dar.
Da in Feuerbach bisher keine Gemeinschaftsschule etabliert ist, und die Wege zur GMS Weilimdorf sowie zur Bertha von Suttner GMS weit sind, erscheint es folgerichtig, im Stadtbezirk eine neue GMS zu etablieren. Bisherige Anmeldezahlen haben ohne ein eigenständiges Angebot keine belastbare Aussagekraft, weshalb das o. g. Nachfrageschema für die Gesamtstadt herangezogen werden sollte. Umgekehrt besteht mit der Realschule Feuerbach bereits ein Angebot.
Vorteil einer Gemeinschaftsschule ist der Übergang des Lehrkörpers der Werkrealschule ohne laufbahnrechtliche Hürden und die Aufrechterhaltung der etablierten Netzwerke (u.a. zur Berufsorientierung) sowie des Wissenstransfers am Standort. Dies war auch ausdrücklicher Wunsch des Bezirksbeirats in seiner Sitzung am 29.10.25 und wurde als Maßgabe beschlossen. Dem Schulverwaltungsamt sind hierbei jedoch die Hände gebunden, nicht jedoch dem Gemeinderat als Schulträger, der über die neue Schulart befindet.
