Wir beantragen:
Die Stadt Stuttgart fördert die Arbeit des Vereins Kubus e.V. mit 84 T€ im Haushaltsjahr 2026 sowie 88 T€ im Jahr 2027.
Begründung:
Der Kubus e.V. engagiert sich seit fast zwei Jahrzehnten durch inklusive, diskriminierungskritische und partizipative Angebote für Menschen in benachteiligten Lebenslagen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Menschen mit Flucht-, Diskriminierungs- und Behinderungserfahrungen sowie auf der Stärkung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs in der Stadtgesellschaft. Seit 2018 nimmt die Förderung des Dialogs zwischen jüdischen und muslimischen Communities sowie die Auseinandersetzung mit Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus einen zentralen Platz in der Vereinsarbeit ein.
Mit dem Projekt „Schalom und Salam“, das seit 2020 in Kooperation mit kommunalen und zivilgesellschaftlichen Partner*innen erfolgreich umgesetzt wird, leistet Kubus e.V. einen wichtigen Beitrag zur Konfliktprävention, Demokratieförderung und sozialen Kohäsion. Das Konzept des Projekts basiert auf innovativen, niedrigschwelligen und zugleich nachhaltigen Methoden der Konflikttransformation und Bildungsarbeit. Gerade im Zuge der globalen Krisen und der verschärften gesellschaftlichen Spannungen seit dem 7. Oktober 2023 hat das Projekt an Dringlichkeit und Relevanz gewonnen. Zahlreiche Anfragen von Schulen, Trägern, Medien und Fachstellen belegen den steigenden Bedarf an professionellen, dialogorientierten und alltagsnahen Bildungs- und Präventionsangeboten. Darüber hinaus bietet der Verein praxisorientierte Schulungsformate für pädagogische Fachkräfte an, die gezielt auf den kompetenten Umgang mit kulturellen und religiösen Spannungen vorbereiten.
Mit einer Förderung von 84.000 Euro für das Jahr 2026 und 88.000 Euro für das Jahr 2027 sollen die etablierten Strukturen von „Schalom und Salam“ fortgeführt und den stetig wachsenden Bedarfen begegnet werden. (Die bisherige einmalige Förderung mit Restmitteln der Abteilung Integrationspolitik endet zum Jahresende 2025.) Sie ermöglicht die nachhaltige Verstetigung und qualitative Weiterentwicklung zentraler Projektbestandteile. Ebenso sollen von der Förderung partizipative Formate zur Antisemitismus- und Rassismusprävention weiter ausgebaut, digitale Bildungsangebote sowie kreative medien- und theaterpädagogische Methoden weiterentwickelt werden.
